Da Vincis Erbe – Aufbaustrategiespiel

Langsam schloss Francesco die schwere Holztür zu dem kleinen Kellerabteil, in einer der Seitengasse des Domwegs. Sie knarrte beachtlich als sie in Schloss fiel. Dies war sie also, die Stätte seines Wirkens der vergangenen vier einhalb Jahre.
Hier hatte er alles gelehrt bekommen und gemeinsam mit seinem Meister einen Einblick in die Gesetze des Kosmos erhalten, die den Meisten verborgen blieb.
Nun sollte es das plötzlich alles gewesen sein? Der Meister Vinci verstarb vergangene Nacht und hinterließ all seine Werke und sein gesamtes Wissen seinem Lehrling, Francesco.
Nun bürdete die ganze Verantwortung auf Ihn. Was sollte er mit dem Erbe tun. Sollte er es in Andenken
verwahren oder nun, da sein Meister tot war und ihm damit keine Strafe mehr drohen würde, die unzähligen
Erkenntnisse veröffentlichen und der Menschheit zugänglich machen?
Langsam schweift sein Blick über die Sammlung von Büchern, Aufzeichnungen, Bildnissen und verharrte schlussendlich auf einem Manuskript, an dem sein Meister die vergangenen Jahre immer wieder gearbeitet hatte, es aber immer unter Verschluss hielt. Selbst Francesco kannte den genauen Inhalte dieser Aufzeichnungen nicht.
Bedächtig schob er ein kleines, in Leder gebundenes Buch beiseite um freien Blick auf das geheimnisvolle Manuskript zu erhalten. Auf dem Kleinen unscheinbaren Papier kam die Zeichnung einer unheilvollen Vernichtungsmaschine zum Vorschein.
Francesco nahm die Zeichnung an sich um sie zu hause zu studieren. Er verließ die Werkstatt schnellen Schrittes, um nicht zu riskieren, dass die Zeichnung in fremde Hände geriet.
Voller Anspannung stand Francesco am nächsten Morgen schon früh auf, um die restlichen Unterlagen zu studieren und zu indizieren.
An der Werkstatt angekommen, erschrak er, als sich ihm die aufgebrochene Tür zu der Werkstatt offenbarte. Angstvoll betrat er ganz langsam die Werkstatt. Die stickige Luft der vergangenen Tage,
schweißtreibender Arbeit, schlug ihm entgegen, als er sich langsam durch den dunklen Raum bewegt.
Der Tisch, auf dem gestern noch sämtliche Manuskripte und Aufzeichnungen waren, lag umgeworfen auf der Seite.
Doch die Unterlagen fehlten. Sein gesamtes Erbe, das Wirken Leonardo da Vincis, sollte es tatsächlich einem Raub zum Opfer gefallen sein?
Niedergeschlagen stellte er den Tisch wieder auf und platzierte die bereits halb abgebrannte weiße Paraffin-Kerze an ihren alten Platz.
Der Meister war stets darauf bedacht gewesen, dass alles seine Ordnung hatte. Das Tintenfass, die Feder, der Kerzenhalter, 2 Ersatzkerzen ja sogar der Siegelring, den er von seinem einstigen Arbeitgeber
Cesare Borgia erhielt, hatten ihren festen Platz. Nebenbei bemerkte Francesco, dass auch der Siegelring fehlte, welchem er aber nicht weiter nachtrauerte.

Ein letztes Mal entzündete er die Kerze im Silberleuchtenden Kerzenhalter. Jedoch handelte es sich hierbei lediglich um einfaches Metall.
Meister Vinci war stets bescheiden geblieben und lebte ein einfaches Leben, so wie er, Francesco Melzi. Im Schein der langsam erlöschenden Kerze betrachtete er die einzige Skizze die ihm vom Erbe verblieb. Francesco beschloss dieses Andenken gut zu verwahren und reiste wenige Tage später nach Florenz, um das Manuskript, für immer dort zu verstecken.

Einige Jahre später tauchten Teilen der Aufzeichnungen auf dem Schwarzmarkt Roms wieder auf. Zusammengetragen von Piedro sollten diesen Aufzeichnungen nun zu neuem Ruhm verholfen werden. Nur einige Monde drauf sollte es ein paar kühne Landvogte geben, die es wagten die Aufzeichnungen da Vincis in die Tat umzusetzen. Die Erfindungen und Forschungen Leonardos verhalfen ihnen zu ungeahnter Macht und Wohlstand. Sogar Florenz konnte Ihnen nicht ewig standhalten. So gelang es einigen, mutigen Vogten sogar die geheime Skizze da Vincis zu erlangen.

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